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Michel kommt gut klar


       20.05.2019 - In der Kita „Lewitz-Zwerge” werden Kinder mit Handicap fachkundig betreut und begleitet
Ludwigslust • Diese aufgeweckten Augen. Dieses Schelmengesicht. Das flachsblonde Strubbelhaar. Das ist doch ... na klar ... das ist Michel aus Lönneberga! Doch was macht der Junge aus den weltbekannten Astrid-Lindgren-Geschichten in Ludwigslust? Ganz einfach: er geht hier in die Kita. Michel heißt eigentlich Elias. Aber genau wie sein berühmter Zwilling ist der 6-Jährige, um es moderat auszudrücken, schon immer eine eigene „Marke”. „Wir hatten damals erhebliche Zweifel, ob Elias bei den Lewitz-Zwergen fußfassen kann und er dort so angenommen wird, wie er eben ist”, blicken Petra-Mary und Michael Pahl zurück. Die Pflegegroßeltern von Elias, der kein normales Elternhaus erlebt hat und der ihnen vom Jugendamt anvertraut wurde, mussten mit ansehen, wie zuvor verschiedene Betreuungseinrichtungen und Tagesmütter das Handtuch warfen, weil sie mit den Charaktereigenschaften des Jungen überfordert waren. Der aufgeweckte „Michel” war damals traumatisiert, tat sich schwer mit Regeln und Normen und trat sehr dominant und bestimmend auf.

Bei den Lewitz-Zwergen im Rennbahnweg 8, einer Kita in Trägerschaft der Lewitz-Werkstätten gGmbH, begann für Elias eine neue Zeitrechnung. Wir sind so froh! Was wir hier erleben ist kaum in Worte zu fassen. Elias fühlt sich richtig wohl”, lobt Michael Pahl die Arbeit des Kita-Teams.
Elke Krause, Leiterin der sonderpädagogischen Kindertageseinrichtung freut sich auch, dass Elias sich gut entwickelt. Für die erfahrene Erzieherin ist der Junge eines von rund 30 Kindern bei den Lewitz-Zwergen, die von einer Behinderung bedroht sind, bzw. geistig oder körperlich gehandicapt sind. „Bei uns werden zum Beispiel Kinder mit Seh-, Hör- und Sprachstörungen, kognitiven Störungen, Autismus und Stoffwechselerkrankungen wie Mukoviszidose betreut.”
Den Tag verbringen die Kinder in kleinen Gruppen, die „Bienchen”, „Schmetterling” oder „Mäuschen” heißen. Begleitet und gezielt gefördert werden sie von Heilerziehungspflegerinnen, Heilpädagoginnen und Erzieherinnen mit sonderpädagogischer Zusatzqualifizierung.
Großzügige Gruppen-, Therapie- und Bewegungsräume, ein Snoezelen-Bereich sowie auf die Bedürfnisse von Kindern mit körperlichen Beeinträchtigungen ausgelegte Sanitäranlagen garantieren eine fachgerechte Betreuung. 
Elke Krause: „Grundvoraussetzung unserer Arbeit ist, dass jedes Kind, unabhängig von Art und Schwere seiner Behinderung, als eigenständige Persönlichkeit gesehen und als solche uneingeschränkt akzeptiert wird.”
Da ist zum Beispiel Kira, 3, die einen künstlichen Darmausgang hat, ohne Daumen und mit verkürzten Armen auf die Welt gekommen ist. Wenn das gelockte Mädchen mit den anderen Kindern spielen und nach Musik tanzen kann, sieht man das Glück in ihren Augen.
Da ist Thore, 4, Spastiker, Rollstuhlfahrer. Der fast blinde Junge kann Stille nicht aushalten. Eine Welle der Begeisterung strömt durch seinen schmalen Körper, wenn es laut wird. Krach, Party, Vibrationen – das ist seine Welt. 
Das Team der Lewitz-Zwerge ist mit Herzblut dabei. Aber neben allem Fachwissen und Einfühlungsvermögen, aller Ausdauer und nicht zuletzt den vielen teuren technischen Hilfsmitteln, ist die enge Verbindung zu den Eltern und Großeltern der Kinder die Lebensader, ohne die nichts gehen würde. 
Täglich werden Informationen über persönliche Pendelhefte, Telefonate, Elterngespräche oder die Kommunikation mit dem Elternrat ausgetauscht. „Die Eltern sitzen auch mit im Boot, wenn für ihr Kind ein spezieller Förderplan mit den einzelnen Entwicklungsschritten erarbeitet wird”, sagt Elke Krause.
Kira, Thore und alle anderen Kinder bei den Lewitz-Zwergen lachen, weinen, lärmen und toben – wie andere Kinder auch. Manchmal muss man nur ein wenig genauer hinschauen. Sie entwickeln sich zu Persönlichkeiten, die viele der Fähigkeiten und Fertigkeiten, die sie zur Bewältigung des Alltags brauchen, in ihrer Kita gelernt haben.
Auch Michel/Elias wird es allen beweisen. Schon in diesem Jahr. Dann will er in die Schule gehen. 
 
Foto: Elias will in diesem Jahr zur Schule gehen.
 


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