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Empfehlung von Katja


       11.07.2017 - Wertvolle Zeit: Junge Leute lernen in den Lewitz-Werkstätten, behinderte Menschen zu betreuen
Ludwigslust • Sie heißen Katja, Jennifer, Kristian oder Carolin. Sie sind sehr jung und haben ihre Schulzeit gerade hinter sich gebracht. Und sie wollen weiterlernen, Erfahrungen sammeln, nützlich sein. Ihre Vorstellungen von Zukunft stehen oft noch auf wackeligen Füßen und sind stark vom Elternhaus und dem näheren Umfeld geprägt. Von einem Freiwilligen Sozialen Jahr erhoffen sie sich Bestätigung ihres beruflichen Lebensentwurfes oder zumindest die Gewissheit, dass sie ihn noch einmal nachjustieren müssen.

Bei den Lewitz-Werkstätten schätzt und begrüßt man die Einstellung der jungen Leute sehr. Denn in die Werk- und Wohnstätten kommen durchweg sehr engagierte junge Menschen, die die Mitarbeiter in vielen Bereichen enorm unterstützen.
Während ihrer Arbeit mit behinderten Menschen sammeln die jungen Frauen und Männer wertvolle Erfahrungen. Einige haben daraufhin sogar ihren Berufswunsch geändert und eine Ausbildung oder ein Studium im sozialen Bereich begonnen.
Doch erst einmal muss sich rechtzeitig um die Mädchen und Jungen bemüht werden. Auf den Wegfall des Zivildienstes vor sechs Jahren und immer weniger Schulabgänger galt und gilt es natürlich entsprechend zu reagieren. Zudem gibt es durchaus leichtere FSJ-Jobs, in denen man keine Rollstühle schieben oder Windeln wechseln muss ... 
So sind die Mitarbeiter der Personalabteilung zum Beispiel ständig mit Schulen in der Region in Kontakt, bieten Informationsgespräche und -veranstaltungen an. Auch auf Berufsmessen und Jobbörsen sind die Lewitz-Werkstätten regelmäßig vertreten. 
Kostenlos und ohne großen Aufwand können sich interessierte Jugendliche zum Beispiel telefonisch (03871 6282-21) oder über das Internet (www.lewitz-werkstaetten.de) im Betrieb anmelden. Auf Flyern erhalten sie einen ersten Eindruck über das Spektrum der Berufe, die man in einer Werkstatt für behinderte Menschen ausüben kann. Ganz wichtig sind auch die Mitarbeiter in den einzelnen Bereichen vor Ort. Sie sind immer qualifizierte Ansprechpartner für die jungen Leute und leben ihnen täglich vor, wie verantwortungsvoll und anstrengend, aber auch schön und befriedigend der Umgang mit besonderen Menschen sein kann.
Das bestätigt auch Katja Böhme. Die 17-jährige Ludwigslusterin wollte sich nach ihrem Realschulabschluss 2016 noch nicht sofort für eine berufliche Richtung entscheiden. Um Erfahrungen zu sammeln und sich auszuprobieren, entschied sie sich für das FSJ bei den Lewitz-Werkstätten – und hat es nie bereut. Täglich begleitet sie in der Fördergruppe in der Betriebsstätte Ludwigslust im Rennbahnweg schwerst mehrfach behinderte Menschen durch den Tag. Beim Essen, hauswirtschaftlichen, kreativen und Bewegungs-Angeboten oder auch Toilettengängen war Katja stets an ihrer Seite. 
Beim Blick zurück zieht Katja Böhme ein durchweg positives Resümee. Natürlich benötigte sie ein paar Tage, um sich an den doch sehr engen Kontakt mit den behinderten Menschen zu gewöhnen. Doch bald staunte sie darüber, wie erfüllend ein gemeinsamer Tag – die junge Frau schließt da die Betreuerinnen vor Ort natürlich mit ein – sein kann. 
Im Herbst möchte Katja Böhme eine Ausbildung im sozialen Bereich beginnen. Was sie dafür in den Lewitz-Werkstätten gelernt hat? Soziale Kompetenz. Konfliktmanagement. Zielgerichtetes Arbeiten. 
Kurz: Es war kein verschenktes Jahr. Im Gegenteil. Katja kann künftigen Schulabgängern nur empfehlen, auch noch durch diese „Schule” zu gehen.  

Foto: Während ihrer Tätigkeit in der Fördergruppe der Betriebsstätte Ludwigslust hat Katja Böhme viel für ihr weiteres Leben gelernt.

 



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